Anleitung: Welcher Wein passt zu welchem Gericht

Maridaje de un vino tinto en una bodega Fast jedes Mal wenn wir Wein verkosten, essen wir etwas dazu. In Spanien gibt es ja bekanntlich die typischen "tapas".

Das bedeutet zweierlei: Erstens, Wein mit einer Speise genossen, kann eine wahre Gaumenfreude sein, zweitens, es stehen uns Tausende von Möglichkeiten zur Auswahl. Welche Kombinationen ist die Richtige? Dies herauszufinden ist einfach und kompliziert zugleich.

Glücklicherweise ist es aber keinesfalls Sache des Zufalls, es gibt vielmehr gewisse Gesetzmäßigkeiten.

maridaje de vino blanco con quesos Wenn wir eine Speise zu uns nehmen, sind wir in der Lage diese einer Geschmacksrichtung zu zuordnen: mehr oder weniger salzig, süß, herb-bitter oder süß-sauer.

Bei einem Wein ist es genau dasselbe, sein Geschmack entsteht durch die unterschiedlichen Anteile von Säure, Alkohol, Gerbstoff und Zucker. Hier nun einige wichtige Erkenntnisse darüber, welche Wechselwirkung zwischen einem bestimmten Wein gepaart mit einer bestimmten Speise besteht.

  • Ein sauerer Wein (Weisswein, Rosé und einige Rotweine) kann ausgleichend auf ein sehr fetthaltiges Essen wirken. Ebenfalls kann er die Speisen salziger erscheinen lassen. Er erscheint weniger säurehaltig, wenn er mit Süßspeisen verkostet wird.
  • Ein Rotwein mit hohem Alkoholinhalt kann eine leichte Speise schnell fade erscheinen lassen, es ist daher vorzuziehen, ihn mit deftigen Speisen wie Fleisch, Eintöpfen usw. zu kombinieren.
  • Ein süßer Wein passt sehr gut zu süßen Speisen, beide Geschmacksnoten werden intensiviert. Er passt ebenfalls gut zu leicht salzigen Speisen.
  • Ein taninhaltiger Wein (kräftiger Rotwein, trocken im Geschmack) passt hervorragend zu sehr proteinhaltigen und fettreichen Speisen.

Jede Paarung von Wein und Speise ist einzigartig und hat stets andere Auswirkungen:

  1. Eine bestimmte Speise kann die Geschmacksnote des Weins intensivieren: Haben Sie schon einmal festgestellt, was passiert wenn man Nüsse oder Mandeln zu einem sehr taninhaltigen Wein zu sich nimmt? Der Wein erscheint sehr sauer und es entsteht ein unagenehmes trocken-raues Gefühl auf der Zunge.
  2. Eine bestimmte Speise kann den Geschmack eines Weins reduzieren: Ein gutes Beispiel sind proteinhaltige Fleischspeisen, die den intensiven Geschmack eines gerbstoffhaltigen Weins reduzieren.
  3. Hingegen kann aber ein zu kräftiger Wein den Geschmack einer Speise annulieren. Beispiel: Stellen Sie fest was passiert wenn Sie zu einer Seezunge einen kräftigen Rotwein oder zu einer Süßspeise einen sehr säurehaltigen Weisswein zu sich nehmen.
  4. Ein Wein kann allerdings auch durch seinen Geschmack die besondere Note einer Speise betonen. Eine Fleischspeise angemacht mit einer Soße aus roten Beeren gepaart mit einem fruchtigen Rotwein ergibt eine hervorragende Verbindung.
  5. Es gibt ergo Weine und Speisen die unvereinbar miteinander sind, da das Endergebnis ein unagenehmes im Geschmack ist. Angenommen wir wählen ein Hähnchenfilet gegrillt, ohne Beilage und wählen dazu einen kräftigen Rotwein. Es entstünde ein unangenehmer metallener Geschmack.

maridaje de vino tinto con un plato ligero Der wichtigste Rat bei der Auswahl eines Weines ist, sich die Zutaten der Speise und den letztlichen Geschmack des Gerichtes geistig vorzustellen. Ist der Geschmack eher leicht, ist die Speise sehr proteinbetont, wird sie durch eine spezielle Soße begleitet, usw. Dies wird Ihnen nähere Anhaltspunkte darüber geben, welchen Wein Sie wählen sollten.

Das Verkosten verschiedener Weine wird Ihr Geschmacksgedächtnis trainieren und Sie werden künftig in der Lage sein, jedes Mal die richtige Kombination zu treffen. Hilfreich sind auch die Rückseiten der Flaschenettiketten auf denen meist bereits entsprechende Empfehlungen zu lesen sind.