Was man über Wein wissen sollte:
Zehn wichtige Punkte

Um Wein zu genießen muss man nicht gleich ein Weinexperte sein. Dennoch kann man ihn umso mehr genießen, je mehr man über ihn weiß.
Deshalb haben wir hier ein paar wissenswerte Informationen über Wein zusammengestellt:

  1. Wein ist ein Naturprodukt: Die Gärung ist ein Vorgang der etwas von Poesie und Magie hat... Fruchtzucker verwandelt sich in Alkohol und so entsteht Wein.
  2. In einem einzigen Wein gibt es viele Weine: Jeder Gaumen kann große Unterschiede zwischen verschiedenen Weinsorten wahrnehmen. Der Geschmack eines Weines hängt von der Traube, dem Klima der Anbauregion, den Techniken der Weinkellereien, etc. ab.
  3. Die Wahl des richtigen Weines zum Essen: Wein und Essen richtig zu kombinieren ist eine Kunst für sich, aber das sollte niemanden abschrecken. Am besten lernt es sich, indem man es selbst versucht. Das Ziel ist, dass sich die Geschmäcker von Wein und Essen gegenseitig verstärken und nicht einer den anderen überdeckt. Anmerkungen zur richtigen Kombination.
  4. Einen Wein probieren: Man muss kein Experte sein, um einen Wein zu probieren; es genügt, wenn wir unsere Sinne schärfen, um die Eigenschaften des Weines besser wahrnehmen und für uns selbst beschreiben zu können. Nach und nach kann man so immer mehr Eigenschaften erkennen und unterscheiden.
  5. Den besten Wein aussuchen: Der teuerste Wein ist nicht immer auch gleich der beste. Wenn wir einen teuren Wein kaufen, gehen wir sicher, dass er eine bestimmte Qualität hat, was aber nicht immer die beste Wahl ist. Diese hängt stark von unserem persönlichen Geschmack ab und von der Gelegenheit, zu der wir den Wein trinken wollen. Von daher sollte man, wenn es darum geht einen Wein zu bewerten, seine eigenen Kriterien anwenden.
  6. Verschiedene Weinsorten:
    • Stiller Wein: Rotwein, Weißwein oder Rosé. Ohne Kohlensäure und mit weniger als 15% Alkohol.
    • Schaumwein: Cava, Sekt, Champagner, etc. Sie erhalten ihre Kohlensäure durch eine zweite Gärung in der Flasche.
    • Mit Kohlensäure versetzter Wein: Er beinhaltet künstlich zugesetzte Kohlensäure, wie bei Limonade. Ein Beispiel hierfür ist Lambrusco.
    • Likörwein oder Dessertwein: Weine mit mehr als 13 oder 14% Alkoholgehalt; vielen von ihnen wird zusätzlich Alkohol hinzugefügt. Normalerweise sind sie süß (Muskateller, Pedro Ximénez, Oporto, etc.), es gibt aber auch trockene (Fino, Manzanilla, Amontillado, Oloroso, etc.).
  7. Temperatur, bei der ein Wein serviert werden sollte:
    • Rotwein sollte zwischen 16° und 18°C serviert werden. Falls die Raumtemperatur höher ist, sollte man den Wein in einem Behälter mit Eis und Wasser kühl stellen.
    • Weißwein wird zwischen 12° und 16°C serviert. Bewahren Sie Weißwein im Kühlschrank auf und holen Sie ihn kurz vor dem Verzehr heraus. (Sobald er aus dem Kühlschrank ist, wird er schnell warm).
    • Schaumweine, serviert man bei ca. 8°C. Sie sollten zum Verzehr direkt aus dem Kühlschrank genommen werden und dann in einem Behälter mit viel Eis aufbewahrt werden.
    • Dessertweine und Likörweine werden noch kälter serviert. Zwischen 5° und 7°C wenn es sich um trockene handelt und zwischen 4° und 5°C wenn es süße sind.
  8. Die vier Elemente, die den Wein beeinflussen:
    • Erde: Der Boden liefert dem Wein bestimmte Eigenschaften.
    • Klima: Je wärmer, desto stärker wird der Wein und desto mehr Volumen und Alkohol enthält er. Je kälter das Klima umso saurer und erfrischender wird der Wein.
    • Traubensorte: Die Eigenschaften der Traube beeinflussen die Charakteristika eines Weines sehr stark. Um die Welt des Weines besser verstehen zu können, sollte man auf jeden Fall auch die Traubensorte in Betracht ziehen. Führer für Traubensorten.
    • Verarbeitung: Sobald die Trauben geerntet sind, entscheidet das Know-how des Weinfachmanns über die Qualität des Weines: die Temperatur beim Gärungsprozess, die Filtration und das Klären, die mögliche Mischung der Traubensorten, welche Fässer zur Reifung verwendet werden, etc.
  9. Reifung und Entwicklung des Weines:
    Im Eichenholzfass nimmt der Wein Gerbstoffe und Aromen des Holzes an, die ihn im Geschmack komplexer machen. Außerdem besitzt das Holz kleine Poren, die Sauerstoff hineinlassen, der den Wein weiter reifen lässt. Nur Weine von großer Konzentration können diese lange Dauer des Reifungsprozesses überstehen.
    In der Flasche, wird der Geschmack des Weines abgerundet und perfektioniert. Nach fünf bis zehn Jahren in der Flasche (je nach Wein) erlangt der Wein den Höhepunkt seiner Qualität, danach fällt die Qualität des Weines wieder langsam ab.
  10. In guter Gesellschaft zu sein ist die beste Voraussetzung, um einen guten Wein zu genießen.

Bild von der Weinlese in Navarra:

Bild von der Weinlese in Navarra